Republik | Im Namen des Balles

In Pakistan, einem der gefährlichsten Länder für Christen, riskiert ein Priester sein Leben für den religiösen Frieden. Seine Gegner kämpfen mit Waffen und dem Strafgesetz. Er mit Geduld – und Fussball.

«Eigentlich müsste Emmanuel Parvez längst tot sein. Wie sein Cousin zum Beispiel, durchlöchert von Kugeln der pakistanischen Taliban. Auch den Priester wollten sie im Namen Gottes töten, als sie ihn 2011 in seiner Pfarrei in der ländlichen Kleinstadt Pansara suchten.

Zehn Jahre später, an einem Vormittag im Februar 2021: In einem Nachbar­dorf von Pansara, in der Mitte des Landes, eilt Parvez auf ein Fussball­feld. Er ist 70 Jahre alt, fast jeden Tag unterwegs und strahlt viel Ruhe aus. «Das war kein Foul!», rufen einige Spieler dem Schieds­richter wütend zu. Parvez vermittelt. «Seid friedlich, sonst könnt ihr gehen», sagt er zu den jungen muslimischen Männern.

«Wer besser spielt, gewinnt. Nicht derjenige, der besser betet», sagt der Priester

Ganzer Text in der Republik mit Fotos von Philipp Breu.